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Was ist ein UV-Drucker: Der ultimative Einsteiger-Guide

von Adan Ahmed Aktualisiert am January 12, 2026
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Wer im Druck arbeitet, kennt diese unangenehme Realität: Konventionelle Tinten und ihre Aushärtung bremsen alles aus. Aufträge stauen sich, während Beschichtungen trocknen, die Haftung hängt vom Material ab, Farben verblassen auf dunklen Oberflächen, und die Durchlaufzeiten werden länger – während Kund:innen immer öfter Lieferung am selben Tag erwarten.

UV-Druck ist in diesem Umfeld ein echter Lichtblick. Die Tinten härten unter UV-Licht sofort aus, und das Verfahren funktioniert auf vielen Materialien und Formen – stabil und wiederholbar. Die Wartung bleibt überschaubar, und der Workflow fühlt sich endlich schnell und modern an.

In diesem Guide lernst Du UV-Druck von Grund auf. Wir zeigen Dir, was ein UV-Drucker ist, wie er sich von herkömmlichen Druckern unterscheidet und warum er das nächste sinnvolle Upgrade für Dein Business sein kann.

Was ist UV-Druck?

Traditioneller Druck ist meist an Papier und Karton gebunden, weil klassische Tinten saugende Oberflächen brauchen, um zu haften und auszuhärten.

Sobald Du auf feste Materialien wie Acryl, Glas, Metall oder Holz gehst, bedeutet „Drucken“ oft Sticker oder Transferfolien statt echtem Direktdruck. Manche Methoden brauchen zusätzliches Zubehör, kosten mehr Zeit und sind teils nicht besonders haltbar.

UV-Druck löst das anders: Der Drucker spritzt UV-härtende Tinte auf die Oberfläche, und UV-LEDs härten sie in dem Moment aus, in dem sie auftrifft.

UV-Druck ist eine digitale Inkjet-Drucktechnologie, bei der ultraviolettes (UV) Licht die Tinte sofort auf der Materialoberfläche aushärtet, statt sie an der Luft trocknen zu lassen.

Durch die Sofort-Aushärtung ist der Druck direkt trocken und sofort nutzbar, sobald er vom Druckbett kommt. Diese Oberflächen-Schicht ermöglicht außerdem scharfe Details, kräftige Farben, weiße Unterdrucke, Lack-Effekte und bei Bedarf erhabene Strukturen.

Wie funktioniert ein UV-Drucker?

Aufbau und Funktionsweise eines UV-LED-Druckers unterscheiden sich etwas von den Standard-Inkjet-Druckern, die die meisten kennen.

Statt Thermo-Druckköpfen nutzen UV-Drucker meist piezoelektrische Druckköpfe. Diese arbeiten mit winzigen mechanischen Impulsen und stoßen mikroskopisch kleine Tropfen UV-härtender Tinte sehr präzise aus.

Auch die Tinte selbst ist anders. UV-Tinte enthält flüssige Photopolymere und Photoinitiatoren, die unter UV-Licht sofort aushärten. Deshalb sind UV-LED-Lampen direkt neben den Druckköpfen verbaut. Sobald die Tinte auf der Oberfläche landet, wird sie von den LEDs belichtet und härtet zu einer dünnen Polymerschicht aus, die kaum abblättert oder zerkratzt.

How does a UV Printer Work

Der Prozess braucht außerdem einen Raster Image Processor (RIP) – eine Software, die zwischen Deinem Design und dem Drucker übersetzt. Sie wandelt Dein Bild in ein Format um, das der Druckkopf versteht, und steuert exakt, wann, wo und in welcher Reihenfolge die Tinte aufgetragen wird. Der RIP kontrolliert Farbauszüge (CMYK), Weißschichten, Lackschichten, Punktplatzierung, Auflösung und Tintendichte. Für Texturdruck verwaltet der RIP auch das Schichten in mehreren Lagen, damit der Drucker Höhe in kontrollierten Durchläufen aufbauen kann.

So läuft es bei einem UV-Drucker grob ab:

Design-Datei → RIP-Verarbeitung → Tintentröpfchen-Auftrag (Inkjet) → UV-LED-Belichtung → Sofort-Aushärtung → Fertiger Druck

UV-DTF-Farben verstehen (CYMKWV-Modus)

Neben der Druckkopftechnologie und dem UV-Aushärtungssystem ist ein weiterer großer Unterschied beim UV-Druck der Farbmodus. Anders als Standard-Inkjet-Drucker, die nur CMYK nutzen, arbeiten UV-Drucker im CYMKWV-Modus: Cyan, Magenta, Yellow, Key (Schwarz), Weiß und Lack.

Das Kern-Farbsystem

Cyan, Magenta und Gelb sind subtraktive Grundfarben, die sich mischen lassen und so die meisten druckbaren Farben erzeugen. Schwarz stabilisiert, erhöht den Kontrast und macht Text sowie Kanten schärfer.

Warum Weiß und Lack?

Weiß dient als Basisschicht. Viele UV-Anwendungen drucken auf dunklen, farbigen, transparenten oder glänzenden Materialien. Ohne weiße Basisschicht würde die Farbe des Objekts die CMYK-Tinten beeinflussen – das Ergebnis wirkt dann schnell flau oder „schmutzig“.

Mit einer deckenden weißen Unterschicht entsteht eine opake Grundlage, sodass die Farben auf fast jedem Material kräftig bleiben. Weiß kann außerdem gezielt eingesetzt werden, um bestimmte Designelemente hervorzuheben.

Lack ist eine klare, UV-härtende Tinte. Er verändert nicht die Farbe, sondern die Oberfläche: Er sorgt für Glanz oder Matt-Effekte und kann auch Textur erzeugen, was das Design insgesamt hochwertiger wirken lässt.

Das Prinzip der Kanäle

Jede dieser Tinten läuft über einen eigenen Kanal. Da CYMKWV sechs Kanäle braucht, konfigurieren Hersteller ihre Drucker unterschiedlich:

- Single-Head-Konfiguration: Alle Kanäle sind in einem Druckkopf-System vereint. Zum Beispiel hat der Epson XP600 6 Kanäle und kann alle sechs Tinten gemeinsam verarbeiten.

- Dual-Head-Konfiguration: Ein Kopf druckt CMYK, der zweite Kopf druckt Weiß und Lack. Ein Beispiel ist der Epson i1600 mit 4 Kanälen. Deshalb wird er oft als Paar eingesetzt: einer für (CMYK) und einer für (Weiß/Lack).

Das Dual-Head-Design erhöht den Durchsatz, ist aber teurer.

Arten von UV-Druckern

UV-Druck kann eine große Bandbreite an Materialien und Formen verarbeiten. Unterschiedliche Formen brauchen jedoch unterschiedliche Bettkonstruktionen und Zuführsysteme. Deshalb werden UV-Drucker in vier Typen eingeteilt: Flatbed-UV-Drucker, Rotary-UV-Drucker, Roll-to-Roll-UV-Drucker und Hybrid-UV-Drucker.

Anwendungsbereiche von UV-Druckern

Wo lassen sich UV-Drucker eigentlich einsetzen? Die Möglichkeiten wachsen ständig – hier sind einige der häufigsten und profitabelsten Bereiche.

Objekte personalisieren

UV-Drucker ermöglichen Direktdruck auf Objekte – nicht nur auf dünne, flache Platten. Du kannst Handyhüllen, Powerbanks, Spielzeug, Ledertaschen, Notizbücher, Acryl-Geschenke, Trophäen, Namensschilder und andere Werbeartikel personalisieren.

Personalization of Objects

Personalisierte Verpackungen

Verpackungen sind ein weiterer starker Einsatzbereich. Mit UV-Druck kannst Du Logos, strukturierte Oberflächen, Lack-Highlights und hochwertige Farbeffekte direkt auf starre Boxen, Spezialkartons, Parfümverpackungen, Luxus-Pralinenschachteln und kleine, gebrandete Serien drucken.

Customized Packaging

Leinwanddruck

UV-Drucker werden für Leinwanddruck in Fotokunst, Galerie-Displays und dekorativen Wandbildern genutzt. Da UV-Tinte auf der Oberfläche aushärtet, wirken die Farben satt und detailreich. Zusätzlich lassen sich Lackschichten auftragen, um Glanz oder strukturierte Highlights zu erzeugen.

Canvas Printing

Personalisierung von Lederwaren

Mit UV-LED-Druckern kannst Du direkt auf Geldbörsen, Handtaschen, Gürtel, Notizbuch-Cover, Tags und Fashion-Accessoires drucken. Branding, Muster, Monogramme und Vollfarb-Grafiken lassen sich aufbringen – ganz ohne Präge- oder Heißfolienwerkzeuge.

Leather Goods Customization

Glasdruck

Du kannst farbige Designs direkt auf Glas drucken – sogar leuchtende Schilder. Außerdem eignet sich das Verfahren für Architektur-Paneele, Deko-Glas, Innenraum-Trennwände, Trophäen, Awards und Namensschilder.

Werbeschilder

Zwei Dinge machen das besonders stark in der Werbung. Erstens: Erhabener und strukturierter Druck bringt Tiefe in Logos und Schriftzüge – für ein richtig hochwertiges Branding. Zweitens: Mit Lightmode kannst Du Backlit-Signage und Displayboards mit kontrollierter Farbdichte drucken, damit sie im beleuchteten Zustand perfekt wirken.

Fazit

Wenn Du ein kleines Business, Maker oder Hobbyist bist und schon im Bereich Personalisierung oder Druck unterwegs bist, eröffnet Dir ein UV-Drucker komplett neue Produktkategorien.

Du kannst direkt auf feste Objekte drucken, Premium-Finishes erzeugen, Textur-Effekte hinzufügen und Ergebnisse am selben Tag liefern – ohne lange Trocknungszeiten.

Willst Du sehen, wie das in der Praxis aussieht? Schau Dir den xTool UV-Drucker an. Du kannst unsere offizielle Facebook-Gruppe und die Produktseite besuchen um die genauen Specs zu sehen, oder unseren Newsletter abonnieren, um Updates zu Launch-News und kommenden Entwicklungen zu bekommen.