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Aluminium laserschneiden: Wie machst Du es perfekt?

von Adan Ahmed Aktualisiert am December 24, 2025

Aluminium lässt sich sauber mit dem Laser schneiden, wenn das Setup stimmt. Maker nutzen es für Tags, Panels, Schilder und Prototypteile, weil die Ergebnisse scharf und reproduzierbar sind. Dieser Guide erklärt, welche Maschinen Aluminium gut schneiden, welche Einstellungen je nach Materialstärke zählen, schnelle Fixes für typische Probleme und smarte xTool-Optionen für Studios und kleine Werkstätten.

metal sheet cut

Kannst Du Aluminium laserschneiden?

Direkte Antwort: Ja, Aluminium ist mit der richtigen Maschine und dem passenden Setup laser-schneidbar. In Werkstätten ist ein Continuous-Wave-Faserlaser der häufigste Weg. Ein kompaktes System schneidet dünne Bleche für Modelle und Tags. Eine Industrieanlage produziert saubere Teile bei guten Geschwindigkeiten. Wähle Leistung und Assistenzgas je nach Materialstärke und dem Finish, das Du willst. Für einen klaren Überblick, wie Faserlaser funktionieren, sieh Dir IPG’s Fiber Lasers 101.an. Für Schnittqualität und typische Trade-offs passt eine unabhängige Zusammenfassung von TRUMPF gut zur gängigen Praxis in Werkstätten.

Schwierigkeit / Tricks beim Aluminium-Schneiden

  • Aluminium reflektiert stärker als Stahl. Setz den Fokus exakt und halte die Optik sauber.
  • Es leitet Wärme sehr schnell. Rechne im Vergleich zu Stahl mit mehr Leistung oder einer niedrigeren Geschwindigkeit.
  • Stickstoff als Assistenzgas hält die Kanten schön hell. Sauerstoff ist schneller, kann die Kante aber verfärben.
  • Halte das Blech plan und fest eingespannt. Vibrationen verschlechtern die Kantenqualität.
  • Nutze eine Piercing-Routine und einen Lead-in. Starte die Bewegung erst nach einem sauberen Durchstich. Setz den Lead-out weg von der Sichtkante.

Welcher Laser kann Aluminium schneiden?

Faserlaser sind die Standardwahl fürs Schneiden von Aluminiumblech. Sie liefern einen kleinen Spot und eine hohe Energiedichte. Diese Kombination sorgt für schmale Schnittfugen und glatte Kanten. Desktop-Geräte schneiden dünnes Material für DIY und leichte Bauteile. Größere Anlagen bringen mehr Leistung, größere Arbeitsflächen und sind für Dauerbetrieb ausgelegt.

Wenn Du eine kompakte Maschine für gemischte Materialien brauchst, kann der xTool F2 Ultra in einer Studio-Umgebung dünnes Aluminium markieren und schneiden. Wenn Du schwerere Fertigung brauchst, unterstützt der xTool MetalFab dickere Bleche mit stabiler Bewegung, Schweißen und integrierter Handhabung.

Faktoren, die das Schneidergebnis beeinflussen

  • Metalltyp. Reines Aluminium schneidet sich anders als gängige Legierungen. 3003 und 5052 verhalten sich gut. Gussplatten können Porosität oder kleine Krater zeigen.
  • Materialstärke. Dickere Bleche brauchen mehr Leistung, geringere Geschwindigkeit und höheren Assistenzgasdruck.
  • Laserleistung. Mehr Leistung erhöht Speed oder Schnitttiefe und erweitert das Prozessfenster.
  • Schnittgeschwindigkeit. Zu schnell verursacht Riefen und Grat/Anhaftungen. Zu langsam überhitzt die Kante. Stell so ein, dass die Riefen sauber senkrecht nach unten laufen.
  • Assistenzgas. Stickstoff sorgt für helle Kanten. Sauerstoff erhöht die Geschwindigkeit, kann die Kante aber verfärben. Trocknes Gas verhindert Schleier und Spritzer.
  • Düse und Fokus. Nutze eine saubere Düse und zentriere den Strahl. Für dünne Bleche Fokus auf oder leicht unter der Oberfläche. Für dickere Materialien den Fokus tiefer setzen.
  • Tisch und Fixierung. Halte das Blech plan. Nutze ein feines Gitter oder Lamellen, die das Teil stützen und gleichzeitig Schmelze nach unten durchlassen.
  • Pfadstrategie. Erst piercen, dann Lead-in, dann Kontur. Den Lead-out auf eine nicht sichtbare Seite legen.
  • Maschinenklasse. Desktop-Galvo-Geräte sind schnell auf kleinen Arbeitsfeldern. Größere Gantry-Systeme oder geschlossene Zellen tragen mehr Leistung und sind für höhere Dauerlast ausgelegt. Für Unterschiede nach Laserklasse siehe xTools Kaufguide zu CO₂-, Dioden- und Faserlasern.

Empfohlene Laser-Schneideinstellungen für Aluminium nach Materialstärke

Nutze diese Werte als Startpunkt. Mach immer kleine Teststücke. Notiere Dir für jede Charge und Stärke Deine besten Werte für Geschwindigkeit, Gasdruck und Fokus.

MaterialstärkeAssistenzgasFokus-OffsetGeschwindigkeit (Startwert)Hinweise
0,5 mmN2 6–10 barAn der OberflächeMittelHelle Kante mit wenig Grat
1,0 mmN2 8–12 bar0,1–0,2 mm darunterMittel bis langsamKurzer Piercing-Delay und kleiner Lead-in
2,0 mmN2 10–14 bar0,2–0,3 mm darunterLangsamHöherer Gasdruck verbessert das Ausblasen
4,0 mmN2 12–16 bar0,3–0,5 mm darunterLangsamSauerstoff erhöht die Geschwindigkeit, rechne mit Kantenverfärbung
6,0 mmN2 14–20 bar0,5 mm darunter0,5 mm darunterIndustrieanlage empfohlen

Zur Einordnung: Der xTool F2 Ultra eignet sich für dünne Bleche und DIY-Teile bis 1 mm. Der xTool MetalFab ist für dickeres Aluminium bis 6 mm ausgelegt – mit steifer Führung und mehr Leistung.

Ursachen und Lösungen für typische Probleme beim Aluminium-Schneiden

  • Gratbildung. Die Geschwindigkeit ist zu hoch oder der Gasfluss zu niedrig. Geh etwas langsamer. Erhöhe den Gasdruck. Prüfe Fokus und Düsen-Zentrierung.
  • Schlechte Schnittkantenqualität. Riefen, die schräg laufen oder „wirbeln“, bedeuten: Speed passt nicht. Stell so ein, dass die Linien senkrecht verlaufen. Reinige die Linse. Prüfe, ob der Tisch stabil ist.
  • Kantenverfärbung. Häufig bei Sauerstoff als Assistenzgas. Nutze Stickstoff für eine helle Kante. Wenn Du Sauerstoff nutzen musst, plane ein leichtes Nachpolieren ein.
  • Spritzer oben. Reduziere die Piercing-Zeit. Füge eine kurze Bewegung ein, bevor der Lead-in die Kontur trifft. Prüfe, ob das Gas trocken ist und die Düsenhöhe stimmt.
  • Mikro-Stege. Erhöhe den Gasdruck oder geh etwas langsamer. Setz bei sehr kleinen Teilen ggf. kleine Haltestege im Design.
  • Unvollständige Schnitte. Erhöhe die Leistung in kleinen Schritten oder reduziere die Geschwindigkeit. Erhöhe den Gasdruck. Prüfe die Fokus-Tiefe nochmal.

Tipps für perfekte Schnitte

  • Mach einen Piercing-Test an Restmaterial. Notiere Dir die kürzeste Piercing-Zeit, die sauber startet.
  • Nutze einen kurzen Lead-in. Den Lead-out weg von sichtbaren Kanten setzen.
  • Halte Fokus und Düse sauber. Wisch das Schutzfenster regelmäßig nach Plan.
  • Nutze trockenen Stickstoff für Sichtflächen. Sauerstoff nur für Speed an verdeckten Teilen.
  • Spanne dünne Bleche fest ein. Planes Material bedeutet bessere Kanten und weniger Grat.
  • Setz bei sehr kleinen Teilen kleine Tabs im CAD. Danach mit leichtem Entgraten entfernen.
  • Nesting hilft, die Wärme gleichmäßig zu halten. Lass bei dicken Blechen Abstand zwischen den Konturen.
  • Mach Fotos von Probestücken mit seitlichem Licht – so siehst Du Riefen und Anhaftungen sofort.
  • Starte jede Session mit einem kleinen Quadrat zum Warm-up. Prüfe, ob Schnittfuge und Piercing noch zu Deinem letzten Job passen.

Wie helfen xTool Maschinen, beim Aluminium-Schneiden richtig abzuliefern?

Für DIY & Crafting. Der xTool F2 Ultra bietet präzisen Fokus, Kamera-Ausrichtung und MOPA-Kontrolle für dünnes Aluminium, Tags und kleine Panels. Mit dem Dioden-Modul bearbeitet er außerdem organische Materialien – das spart Platz auf der Werkbank im Studio.

Für Metallbearbeitung. Der xTool MetalFab unterstützt dickeres Aluminium mit einem steifen Rahmen, Gehäuse und Luftführung. Dazu kommen Laserschweißen und CNC-Schneiden für komplette Workflows vom Teil bis zur Montage.

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Dokumentiere Deine besten Einstellungen in einer einfachen Tabelle und kleb sie neben die Maschine – so kannst Du Jobs schnell und reproduzierbar wiederholen.

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